Egal ob die Uhr am Handgelenk, das Smartphone am Ohr oder ganz „oldscool“ der Computer am Schreibtisch: Intelligente und smarte Systeme sind heute allgegenwärtig – und stellen neue Herausforderungen an die Benutzerfreundlichkeit.

„You have to start with the customer experience and work backward to the technology.” Für Steve Jobs stand die Kundenzufriedenheit von Anfang an erster Stelle – nur wenn sich ein Tool möglichst gut an den Anforderungen der Nutzer orientiert, könne man einen „Computer für alle“ schaffen. Anteil daran hatte auch Bruce Horn, Eröffnungs-Keynoter bei der i-KNOW 2017. Horn hat mit seinem Team den Macintosh Finder entwickelt. Heute arbeitet er für Intel bzw. ist CTO der Saffron Technology Group.

Privat und beruflich, rund um die Uhr
In der heutigen „smarten und intelligenten Welt“, in der es neben dem Computer noch unzählige weitere vernetzte Geräte gibt, ist die Benutzerfreundlichkeit eine weitaus größere Herausforderung. Außerdem haben sich die Nutzungsmotive deutlich verbreitert: gab es in den Anfangsjahren des Internets einen klaren Zweck – die Vernetzung für militärische oder Forschungszwecke –, sind die Nutzungsmotive heute vielfältig: den kürzesten Weg von A nach B herausfinden, die Haustechnik im „Smart Home“ steuern, mit Geschäftspartnern in Übersee kommunizieren, die persönliche Fitness analysieren etc. Intelligente Systeme sind heute rund um die Uhr und im Privaten ebenso wie im Beruflichen im Einsatz. Ein Beispiel:

All die Dinge, die ein Mensch automatisch macht, muss einem intelligenten System erst einprogrammieren – und wie das Beispiel des Oakley Radar Pace zeigt, ist das nicht immer einfach. Das System muss verstehen, dass ein „Bitte stoppen“ ebenso das Tracking stoppen soll wie ein „Ich kann nicht mehr“.

Persönliche Kontrolle
„Die persönlichen intelligenten Agenten, die wir wirklich wollen, leben mit uns und erlauben uns gleichzeitig Kontrolle“, ist Horn überzeugt. „Sie haben dieselbe Agenda, wie wir selbst haben und sie stehen in Verbindung mit anderen Systemen, um uns die Services zu bieten, die wir wollen.“

Relevant sind laut Horn dabei 4 Graphen:
• persönlicher Wissens-Graph: was ich lese, kennt meine Mails, Dokumente, Apps, …
• sozialer Graph: mit wem ich mich treffe, kommuniziere, … (online und offline)
• Aktivitäten-Graph: was ich mache und warum (im Büro, zuhause, in der Freizeit, online und offline, beim Shoppen, beim Sport etc.)
• Welt-Wissens-Graph: recherchiert Themen, die mich interessieren; erweitert mein persönliches Wissen mit Online-Sourcen, „Wissens-Cache“

All das führt aus Sicht von Horn dazu, dass die Menschen intelligenter werden. „Personal Computing gibt den Menschen die Möglichkeit, zu erschaffen, auszubilden, lernen, unterhalten, kommunizieren und war meine Leidenschaft über all die Jahre hinweg.“ Und nun stellt sich die Frage: „Was kommt als Nächstes?“